Spurensuche

Wege ins Theater 2018-2022

Das Programm "Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung" geht ab Januar 2018 in eine zweite Förderphase, die bis einschließlich 2022 geht. In dieser zweiten Förderphase stellt das Bundesministerium für Bildung und Forschung bis zu 250 Millionen Euro für Projekte kultureller Bildung mit benachteiligten Kindern und Jugendlichen zur Verfügung. 

Die wesentlichen Ziele und Förderschwerpunkte des Programms bleiben erhalten: es geht weiterhin um die Förderung von Bündnissen mit mindestens drei Institutionellen Partnern, die außerschulische Projekte für Kinder und Jugendliche initiieren, die in finanziellen, sozialen oder bildungsbezogenen Risikolagen aufwachsen. 

Auch Wege ins Theater wird in der zweiten Förderphase umgesetzt. Die inhaltlichen Schwerpunkte der ersten Förderphase werden fortgesetzt, die Projektformate wurden jedoch inhaltlich, organisatorisch und administrativ weiterentwickelt. 

Auch in Wege ins Theater 2018-2022 gibt es drei eigenständige Projektformate (=Maßnahmen): 

Im Projektformat Theater-Entdecker*innen erhalten Kinder und Jugendliche die Möglichkeit, erste Theatererfahrungen zu sammeln, indem sie Theater sehen, kennenlernen und ausprobieren. Das Projektformat hat eine Laufzeit von 18-30 Teilnehmer-Stunden und ist für Kinder und Jugendliche von 3-18 Jahren sowie deren Eltern geeignet und kann auch als Einstiegs- oder Erprobungsformat für die Projektformate Theater-Spieler*innen oder Theater-Macher*innen genutzt werden. 

Im Projektformat Theater-Spieler*innen erobern die Bühne. Sie arbeiten an einem Projekt, das am Ende öffentlich präsentiert wird und erhalten so die Chance, einen Theaterprozess zu erleben und mitzugestalten. Das Projektformat hat eine Laufzeit von 30-100 Teilnehmer-Stunden und ist für Kinder- und Jugendliche von 6-18 Jahren sowie ggf. deren Eltern geeignet. Die Teilnehmenden sehen mindestens zwei professionelle Theateraufführungen und treffen wesentliche Entscheidungen im Probenprozess. 

Im Projektformat Theater-Macher*innen mischen sich die Teilnehmer*innen ins Theater ein - auch hinter den Kulissen. Sie können als Jugend-Jury über die Vergabe einen Preises entscheiden oder als Kinder-Kuratoren darüber, welches Gastspiel eingeladen wird, sie bieten Publikumsgespräche für Kinder und Jugendliche an oder gestalten die Matinée zu einer Theaterproduktion für junges Publikum. Sie können als Kindertheaterbeirat das Theater beraten, als Kinder-Kultur-Veranstalter ein Gastspiel im Jugendzentrum organisieren oder als Theaterscouts in ihren Sozialräumen aktiv werden. Das Projektformat Theater-Macher*innen hat eine Laufzeit von 100-180 Stunden, ist für Kinder und Jugendliche zwischen 6-18 Jahren sowie ggf. deren Eltern geeignet. Die Teilnehmenden sehen mindestens drei professionelle Theaterveranstaltungen und gestalten selbst eine Veranstaltung, in der sie Kindern, Jugendlichen und/oder Familienangehörigen Wege ins Theater eröffnen. 

Zusätzlich zu den Projektformaten Theater-Spieler*innen und Theater-Macher*innen kann eine TheaterReise beantragt werden, in der die Teilnehmenden, die Honorarkräfte und ggf. Ehrenamtliche Helfer*innen und Betreuer*innen gemeinsam wegfahren um z.B. zu recherchieren, zu proben und zuexperimentieren. Das Projektformat TheaterReise ermöglicht den Teilnehmenden , außerhalb des Alltags intensiv zusammen zu arbeiten, sich besser kennen zu lernen und das Projekt gemeinsam weiter zu entwickeln. Das Projektformat TheaterReise hat eine Laufzeit von 3-6 Tagen und kann nur an verlängerten Wochenenden oder in Ferienzeiten stattfinden. 

 

 

Wege ins Theater! 2013-2017

Theater Kiel: Was soll das Theater! Foto: Bianca Paulsen

Die ASSITEJ ist einer von 32 bundesweit tätigen Programmpartnern, die von 2013-2017 das Förderprogramm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung unter dem Titel "Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung" durchgeführt haben. 
Wege ins Theater! ist der Titel des Programms, das von 2013-2017 über 200 Maßnahmen für über 3500 Kinder und Jugendliche zwischen 3 und 18 Jahren ermöglicht hat, die bisher keinen Zugang zu Theater hatten. 

Das Programm der ASSITEJ hat in den Jahren 2013-2017 außerschulische Projekte der Theatervermittlung mit drei möglichen Schwerpunkten gefördert: Das Projektformat Besuch hatte einen starken Schwerpunkt auf den Sozialraum der angesprochenen Kinder und Jugendlichen und fand auch vorwiegend dort statt, das Projektformat Gegenbesuch setzte die Rezeption von Theater in den Mittelpunkt, und im Projektformat Scouts ging es darum, dass Kinder und Jugendliche und ggf. auch Eltern anderen Menschen in ihrem Umfeld Wege ins Theater eröffnen. Alle Projekte konnten Theaterpraxis, Rezeption, Diskussionsformate und vieles mehr enthalten. Die Theater vor Ort hatten die Freiheit, die Projektformate auf ihren Sozialraum, ihre Arbeitsweise und die Teilnehmer, die sie ansprechen möchten, auszurichten.

Die Projekte wurden von lokalen Bündnissen durchgeführt, die aus drei Partnern bestehen, von denen einer die Kompetenz im Bereich Theater eingebracht hat. Die Bündnispartner haben sich gemeinsam für das Projekt engagiert und Eigenleistungen in das Projekt eingebracht, wie z.B. gute Zugänge zur Zielgruppe, fachliche Expertise, Infrastruktur und vieles mehr.