Spurensuche

Theaterverlag Hofmann-Paul: Mein Leben - Mein Theater / Großstadtcamping - Pame Camping

  • Projektort: Berlin
  • Bündnispartner 1: Kooperationspartner Hellenische Gemeinde zu Berlin e.V. 
  • Bündnispartner 2: Kooperationspartner Theater Strahl 
  • Zielgruppe: Jugendliche von 12 bis 18 Jahre
  • Projektformat: Besuch und Gegenbesuch
  • Zeitraum: Februar bis Juli 2016

Das Projekt "Mein Leben - mein Theater - Großstadtcamping - Pame camping" wurde vom Theaterverlag Hofmann-Paul sowie den Kooperationspartnern Hellenische Gemeinde zu Berlin e.V. und Theater Strahl organisiert und durchgeführt.

Die Jugendlichen, 12 bis 18 Jahre alt, haben im Format Besuch und Gegenbesuch von Februar bis Juli 2016 spielerisch an der Situation eines Campingurlaubs teilgenommen, wo tagsüber Ausflüge (Expeditionen) unternommen und am Abend am Lagerfeuer Geschichten erzählt wurden. So haben sich immer wieder Phasen des Erlebens und des Erzählens abgewechselt.

Während der „Expeditionen“ haben die Jugendlichen unterschiedliche theaterpraktische Übungen durchgeführt, z.B. „Unsichtbares Theater" (nach Augusto Boal) auf der Straße gespielt, eigene Familienfotos mit Passanten re-enacted und „Alltagstheater“ beobachtet. Nach jeder Expedition folgte ein „Abend am Lagerfeuer“, wo das Erlebte erzählt wurde und mit unterschiedlichen medialen Hilfsmitteln (Foto, Video, Ton) festgehalten wurde.

Die hauptverantwortliche Theatervermittlerin Elena Sokratous hat zusammen mit den Jugendlichen aus den so entstandenen Textbausteinen und -fragmenten ein Jugendtheaterstück geschrieben, das dann im zweiten Teil des Projekts geprobt und im Juni auf der Probebühne des Theater Strahl zur Aufführung gebracht wurde.

Theater Bielefeld: CultureScouts_#1

  • Projektort: Bielefeld
  • Bündnispartner 1: Berufskolleg Tor 6          
  • Bündnispartner 2: Tabula e.V.
  • Zielgruppe: Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren mit Fluchtgeschichte
  • Projektformate: Scouts & Gegenbesuch
  • Zeitraum: 10.10.2016 bis 30.06.2017

 

Das Projekt CultureScouts_#1 wird vom Theater Bielefeld, dem Berufskolleg am Tor 6 und Tabula e.V. für Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren veranstaltet. Die zehn bis 20 teilnehmenden Jugendlichen sind Geflüchtete, die in Bielefeld eine neue Heimat gefunden haben und sich von Oktober 2016 bis zum Juni 2017 hier künstlerisch-ästhetisch erproben können. Im Rahmen des Projektformates Scouts erkunden die Teilnehmer den Theaterbetrieb, besuchen Vorstellungen und tauschen sich mit den Kulturschaffenden aus. Im Format Gegenbesuch begeben sich die Jugendlichen auf die Suche nach ihren persönlichen Geschichten und korrespondierenden künstlerischen Ausdrucksweisen.

Schauspiel, Tanz, Percussion, Akrobatik und bildende Kunst stehen auf dem Programm und werden in Szene gesetzt. Mit anderen theateraktiven Amateuren am Theater Bielefeld und in weiteren Institutionen werden die Zwischenergebnisse diskutiert und weiterentwickelt.

Kontakte zwischen den Schülerscouts der Partnerschulen des Theaters Bielefeld und den CultureScouts_#1 sollen zu projektunabhängigen Vorstellungsbesuchen mit Jugendlichen aus anderen Sozialräumen anregen, für die Freikarten zur Verfügung gestellt werden.

Schließlich nehmen die CultureScouts_#1 im Juni 2017 am 1. Festival junges Theater teil und lernen in Workshops die Jugendlichen der sieben anderen Schülerensembles kennen. Mit CultureScouts sollen die Potentiale künstlerischen Schaffens ausgeschöpft werden, um gemeinsam mit Bielefeldern Zukunft zu gestalten.     

Theater Bremen: Was heißt hier anders?

  • Projektort: Bremen
  • Bündnispartner 1: SOS-Kinderdorf-Zentrum
  • Bündnispartner 2: DRK Notunterkunft Kirchweg
  • Zielgruppe: Kinder und Jugendliche zwischen 7 und 12 Jahren
  • Format: Besuch
  • Zeitraum: September 2016 bis Juni 2017

Mit geflüchteten Kindern der Notunterkunft und mit Kindern aus einer Vorklasse der Grundschule Buntentorsteinweg wird anhand der Tanzproduktion "Anders sein" am Moks - Theater Bremen theatral und künstlerisch zum Thema "Andersartigkeit" gearbeitet. In Form von selbst entworfenen Masken aus Ton können die Kinder Ideen entwerfen, wie Andersartigkeit für sie aussehen könnte. Sie suchen nach dem Anderen in ihrem Umfeld, nach dem Aussehen anderer Menschen, nach anderen Verhaltensweisen, nach anderen Gesten, Gebräuchen und Ideen. Sie untersuchen, ob das Andere Angst macht, oder inwiefern man von dem Anderen profitieren kann.

Theater Bremen. Wer bist denn du?

  • Projektort: Bremen
  • Bündnispartner 1: SOS Kinderdorf Zentrum
  • Bündnispartner 2: Grundschule an der Oderstrasse
  • Zielgruppe: Kinder und Jugendliche zwischen 7 und 12 Jahren
  • Formate: Besuch und Scouts
  • Zeitraum: September 2016 bis Juni 2017

 

Die TeilnehmerInnen gründen ausgehend von dem Tanzstück "Anders sein" (Moks/Theater Bremen) im Format Besuch ein Forschungslabor zu dem "Anderen". Sie suchen nach Gerüchen, nach Geschmacksrichtungen, nach anderen Formen und Verhaltensmustern. Sie erforschen, wie es sich anfühlt, anders zu sein. Sie führen Beobachtungsprotokolle, erstellen Diagramme und erfinden verschiedene kreative Möglichkeiten der Sammlung ihrer Erfahrungen. Wie fühlt sich das Andere an? Macht es uns neugierig? Macht es Angst? Hemmt es uns oder bietet es Möglichkeiten, neue aufregende Wege zu gehen?

Im Format Scouts begleitet die Gruppe Probenprozesse der Produktion am Moks/Theater Bremen. Gemeinsam forscht die Gruppe tänzerisch mit dem Ensemble. Die Kinder gewinnen Einblicke in die künstlerische Arbeit am Theater und können durch ihre Ideen und Vorstellungen selbst Einfluss auf das Geschehen im Theater nehmen.

Junges Theater Freiburg: „Denn das ist alles nur geklaut!“

  • Projektort: Freiburg
  • Bündnispartner 1: Junges Theater Freiburg
  • Bündnispartner 2: Bildungs- und Beratungszentrum für Hörgeschädigte Stegen
  • Bündnispartner 3: Jugendbildungswerk Freiburg e.V.
  • Zielgruppe: Gehörlose und hörende junge Menschen von 10 bis 18 Jahren
  • Projektformat: Besuch
  • Zeitraum: 01.11.2016 bis 20.05.2017

 

In Kooperation mit dem Bildungs- und Beratungszentrum für Hörgeschädigte Stegen und dem Jugendbildungswerk Freiburg e.V. setzt das Theater Freiburg im Projektformat „Besuch“ ein umfassendes Workshop-Programm mit gehörlosen und hörenden Menschen zwischen 10 und 18 Jahren um.

Zwischen dem 1. November 2016 und dem 20. Mai 2017 spielen, forschen und experimentieren die Kulturvermittler_innen Kristin Grün, Marietheres Jesse, Sarah Kramer, Wera Mahne im Projekt „Alles nur geklaut!“ mit Schüler_innen aus Freiburg und Umgebung.  Im Mittelpunkt stehen die Themen Besitz und Diebstahl: Was bedeutet es eigentlich, etwas zu besitzen? Wenn du etwas von mir benutzt, gehört es dann noch mir? Und ab wann gehört es eigentlich dir? Und wie wäre es in einer Welt zu leben, in der alle ständig alles klauen?

Die Workshops, die hörende und nicht-hörende Jugendliche in einen spielerischen Dialog bringen, finden in einer ersten Projektphase als Schnupperworkshops an Schulen in Freiburg und Umgebung statt. In der zweiten Projektphase entscheiden sich Teilnehmer_innen aus den Schnupperworkshops am Theater Freiburg als Expertenklub gemeinsam weiterzuarbeiten. 

Theater Bremen: Kannst du mich hören?

  •  Projektort: Bremen
  • Bündnispartner 1: Bürgerhaus Obervieland
  •  Bündnispartner 2: Grundschule Alfred-Faust-Str.
  • Zielgruppe: Kinder und Jugendliche zwischen 7 und 12 Jahren
  • Formate: Besuch und Scouts
  • Zeitraum: September 2016 bis Juni 2017

 

Ausgehend von der Inszenierung "Patricks Trick" am Moks/ Theater Bremen forschen die TeilnehmerInnen im Format Besuch zum Thema Behinderung, zu den Mitteln des Körpers und der Kommunikation. Sie springen mit Hilfe von Projektionen an andere Orte, versuchen über Entfernung miteinander Kontakt aufzunehmen, spüren sinnlich nach, wie es sich anfühlt, wenn neues Leben entsteht und man noch nicht weiß, wie es später einmal aussehen wird. Die Möglichkeiten des Körpers und die der Videotechnik dienen als Hilfsmittel neue Wege der Begegnung zu suchen und zu gehen.

Im Scout-Format gehen die Kinder als KinderdramaturgInnen auf Tournee, diskutieren Formate, Inhalte und Ästhetiken der gesehenen Produktionen und wählen als Jury eine mobile Produktion aus, die sie ins Bürgerhaus einladen.

Reaktionsraum e.V.: Ein Fremder auf Planet M

  • Projektort: Berlin-Weißensee
  • Bündnispartner 1: Reaktionsraum e.V.
  • Bündnispartner 2: Kinder- und Jugendklub Maxim
  • Bündnispartner 3: Brotfabrik Bühne (GLASHAUS. e.V.)
  • Zielgruppe: Kinder und Jugendliche von 7 bis 15 Jahren
  • Projektformat: Besuch
  • Zeitraum: Oktober bis Dezember 2016

 

Viele Bewohner leben friedlich auf dem Planeten M zusammen. Plötzlich jedoch beansprucht ein Fremder einen Platz unter ihnen. Er verhält sich anders als alle anderen, hat merkwürdige Sachen an und bringt ziemliche Unruhe auf den Planeten. Die Bewohner sind gereizt und irritiert. Was soll man nur mit ihm machen?

Ausgehend von dieser Idee entwickeln junge Menschen im Alter zwischen sieben und 15 Jahren gemeinsam mit zwei Künstlern von Reaktionsraum e.V. und der Brotfabrik Berlin ein Theaterstück zum Thema „Fremdheit“. In der ersten Phase des Workshops werden vorwiegend Bewegungs- und Tanzelemente eingesetzt, im Folgenden Texte und Figuren ausgearbeitet. Am Ende des Projekts steht eine öffentliche Präsentation von „Ein Fremder auf Planet M“ im Kinder- und Jugendklub Maxim.

bremer shakespeare company: GLOBAL PLAYERS

  • Projektort: Bremen
  • Bündnispartner 1: AWO Bremen
  • Bündnispartner 2: Integrierte Stadtteilschule am Leibnizplatz
  • Zielgruppe: Mädchen und Jungen zwischen 12 und 18 Jahren
  • Projektformat: Besuch
  • Zeitraum: Oktober 2016 bis Mai 2017

 

GLOBAL PLAYERS, das sind junge Spieler, die auf ein und derselben Kugel leben und die dort aktuell vorherrschenden Spielregeln hinterfragen. Der nationale und internationale Fußball beweisen, dass Herkunft keine Barriere darstellt, sondern eine Chance bedeuten kann. Die Bühne - ein Fußballfeld. Das Ensemble - eine internationale Mannschaft.

Durch die künstlerische Arbeit wird ein Kollektiv erschaffen, international besetzt und extrem spielstark! Das Saisonziel der GLOBAL PLAYERS ist es, ein Theaterstück über Hoffnungen und Herausforderungen auf der Bühne der bremer shakespeare company zu präsentieren. Das Format BESUCH richtet sich an Mädchen und Jungen zwischen 12 und 18 Jahren. Ein Großteil von ihnen ist fluchtbedingt und ohne familiäre Begleitung in Bremen. 

Theater Marabu: "Kinder entdecken das Theater! Kinder Ensemble Marabu"

  • Projektort: Bonn
  • Bündnispartner 1: Kleiner Muck e.V.
  • Bündnispartner 2: Migrapolis - Haus der Vielfalt
  • Zielgruppe: Kinder von 11 bis 14 Jahren
  • Projektformat: Gegenbesuch
  • Zeitraum: 01.11.16 - 30.06.17

Im Projekt "Kinder entdecken das Theater! Kinder Ensemble Marabu" lernen zwölf Kinder zwischen elf und vierzehn Jahren das Theater unter verschiedenen Aspekten kennen. Zum einen werden die Kinder Expertinnen und Experten bei ihrer täglichen Arbeit im Theater begleiten (beispielsweise den Techniker) und eigenständig kleine Aufgaben übernehmen, zum anderen werden sie gemeinsam vier Theatervorstellungen am Theater Marabu besuchen und sich im Anschluss jeweils mit dem Ensemble austauschen. Im Mittelpunkt des Projektes steht darüber hinaus das „Miteinander spielen“. Über spielerische Übungseinheiten und Improvisationen werden verschiedene Theatertechniken ausprobiert und nach einem gemeinsamen Thema geforscht. Darauf aufbauend wird dann in der zweiten Projekthälfte an einer Aufführung gearbeitet. Ob Theater, Installation, Hörspiel oder Stationentheater wird sich aus dem Prozess heraus entwickeln.

Die Ausschreibung zu dem Projekt erfolgte über das Theater Marabu und die beiden Bündnispartner, so dass eine sehr gemischte Gruppe entstanden ist und dem gegenseitigen Kennenlernen zu Projektbeginn viel Raum gegeben wird.

Theater in Kempten: Radikalismus 2.0

  • Projektort: Kempten
  • Bündnispartner 1: Stadtjugendring Kempten
  • Bündnispartner 2: Amt für Jugendarbeit
  • Zielgruppe: Jugendliche von 14 bis 18 Jahren
  • Projektformat: Gegenbesuch
  • Zeitraum: 1. September bis 31. Dezember 2016

Ausgehend vom Fall eines Jugendlichen aus Kempten, der nach Syrien ging und dort im Kampf starb, beschäftigt sich das Projekt „Radikalismus 2.0“ des Theaters in Kempten mit der Frage, wie Jugendliche sich radikalisieren und welche Möglichkeiten es gibt, dies zu verhindern.

Projektbeginn war am 1. September 2016. Die teilnehmenden Jugendlichen im Alter von 14 bis 18 Jahren konnten aus vier Vorstellungen des Theaters in Kempten zu den Themen Radikalisierung, Integration, Flucht, Aussöhnung zwei auswählen. Unter theaterpädagogischer Anleitung wurden diese vor- und nachbereitet.

Darüber hinaus trafen sich die Jugendlichen regelmäßig in Gruppen, um zum Thema Radikalisierung gemeinsame unterschiedliche künstlerische Umsetzungen zu finden. Eine Gruppe des Stadtjugendringes beschäftigte sich mit dem Bau von Masken, die in einer von der Gruppe zunächst improvisierten und dann inszenierten Szene zum Thema Gewalt und Zivilcourage vor Publikum zum Einsatz kamen. Die Gruppen des Amtes für Jugendarbeit, die sich gezielt um die Integration von Jugendlichen (besonders Mädchen) mit Fluchthintergrund bemühten, arbeiteten mittels Pantomime, Improvisationstheater und Skulpturen. Im Vordergrund stand eine möglichst bildhafte Darstellung des Themas. Das Projekt endete mit abschließenden Workshops.

Staatstheater Darmstadt: Hinter den Spiegeln

  • Projektort: Darmstadt
  • Bündnispartner 1: Kinder- und Jugendförderung Darmstadt
  • Bündnispartner 2: Martin-Behaim-Schule Darmstadt
  • Zielgruppe: Jugendliche von 14 bis 18 Jahren
  • Projektformate: Besuch und Gegenbesuch
  • Zeitraum: 01.07.2016 bis 31.12.2016

Alice – in Lewis Carrolls Kinderbuchklassiker ist sie ein kleines Mädchen, das aus der Langeweile und Strenge ihres gut situierten Elternhauses ausbricht. Sie folgt einem Kaninchen, fällt durch dessen Bau und findet sich im Wunderland wieder. Dort irrt sie durch eine Welt, in der alles anders zu sein scheint als gewohnt und gesellschaftliche Konventionen auf den Kopf gestellt werden. Über vieles muss man sich dort wundern, vieles ist ausgesprochen fragwürdig. Kein Wunder also, dass Alice die Orientierung verliert, sich ihrer selbst nicht mehr sicher ist und alles in Frage stellt.

In einem kreativen Labor setzen sich 30 Jugendliche mit Carrolls Stoff auseinander. Dabei probieren sie sich unter professioneller Anleitung in verschiedenen künstlerischen Bereichen aus. Es wird gerappt, getanzt, und gespielt. Am Ende wird aus den Workshop-Ergebnissen ein Stück zusammengesetzt, in dem Carrolls alte Geschichte neu erzählt wird.

Stadttheater Minden: Blick nach vorn

  • Projektort: Minden
  • Bündnispartner 1: Elsa-Brandström-JugendHilfe Minden
  • Bündnispartner 2: Verein zur Förderung der Kulturellen Bildung in Minden e.V.
  • Zielgruppe: Jugendliche von 12 bis 18 Jahren
  • Projektformate: Besuch und Gegenbesuch
  • Zeitraum: 01.09.2016  bis 31.05.2017

 

Zielgruppe des Projektes „Blick nach vorn“ sind Jugendliche, die durch die Elsa-Brandström-JugendHilfe Minden betreut werden. Im Format Besuch wurden sie zu Schnupperworkshops eingeladen, bei denen Lust aufs Theater und das Theater spielen gemacht wurde. In einem Intensiv-Kurs in den Herbstferien wurde anschließend mit theaterpädagogischen Methoden erforscht, welche Themen die Jugendlichen bewegen. Gemeinsame Besuche von Theatervorstellungen ergänzen die Einblicke in die Welt des Theaters. Mit einer Gruppe, die gemeinsam die Bretter, die die Welt bedeuten, erobern möchte, wird das Projekt im Format Gegenbesuch fortgesetzt.

Die entstandene Gruppe besteht fast ausschließlich aus geflüchteten Jugendlichen, die ohne Familie nach Deutschland gekommen sind. In wöchentlichen Treffen bereiten sie eine Produktion vor, die ihre Vergangenheit streift und ihre Wünsche und Hoffnungen für die Zukunft thematisiert. Ihr ganz persönlicher „Blick nach vorn“ ist im Februar 2017 auf der Bühne des Mindener Stadttheaters im Rahmen der Veranstaltung „DAS NEUE WIR“ zu sehen.  

Flux – Theater und Schule: Theaterscouts für einen eigenverwalteten Kulturkeller

  • Projektort: Melsungen
  • Bündnispartner 1: Flux – Theater und Schule e.V.
  • Bündnispartner 2: Radko-Stöckl-Schule Melsungen
  • Bündnispartner 3: Aktionstheater Kassel
  • Zielgruppe: Jugendliche zwischen 16 und 18 Jahren
  • Projektformat: Scouts
  • Zeitraum: 1.2. bis 1.5.2016

In dem Projekt diskutiert die Theatergruppe ongoing project mit den Jugendlichen die Frage, welche Funktion ein Kulturkeller in einer Berufsschule haben könnte.

In den ersten beiden Blöcken der Intensivphase im Februar und März setzten sich die Jugendlichen mit bestehenden Kulturinstitutionen und deren Werbestrategien auseinander. Welche Funktion kann ein Kulturraum wie der Kulturkeller in einer Institution wie der Radko-Stöckl-Schule (RSS) Berufsschule einnehmen? Anhand zweier Szenarien wurden mögliche Funktionen und Potentiale des Kulturkellers im Hinblick auf die RSS mit den SchülerInnen diskutiert und entwickelt.

Im dritten Block der Intensivphase erhielten die 19 SchülerInnen Einblicke in die Finanzierung und Akquise von Fördermitteln von und für bestehende(n) Kulturinstitutionen und Aktivitäten. Modelle der Kulturförderung wurden vorgestellt und in ihrer Beispielhaftigkeit diskutiert. Die SchülerInnen wurden dazu ermutigt, Konzeptionen für eigene Anträge zu entwickeln, um somit über das SCOUT-Projekt hinaus ein vollständig eigenständiges Schulkulturprojekt für den Kulturkeller zu realisieren.

Im vierten Block der Intensivphase, der im April stattfand, wurden ausgehend von den Ergebnissen der ersten beiden Arbeitsphasen gemeinsam unterschiedliche Werbekonzepte entwickelt. Den Abschluss bildete eine öffentliche Projektvorstellung im Kulturkeller und der Austausch mit mehreren Schulklassen über das Projekt „Kulturkeller“.

FFT Düsseldorf : HINTER DEN SPIEGELN

  • Projektort: Düsseldorf
  • Bündnispartner 1: FFT Düsseldorf
  • Bündnispartner 2: JugendKULTURcafé Franzmann
  • Bündnispartner 3: Lore-Lorentz-Schule
  • Maßnahme: Scouts
  • Zielgruppe: Jugendliche ab 13 Jahren
  • Zeitraum: März bis Dezember 2016

 

In dem Projekt „Hinter den Spiegeln“ geht es um die Auseinandersetzung mit der Rolle des Zuschauers und der Wahrnehmung von Situationen. Gemeinsam mit der Theaterpädagogin Birgit Günster und der freischaffenden Künstlerin Alice Ferl (LUKAS UND) besucht eine Gruppe Jugendlicher unterschiedliche Kunst- und Kulturveranstaltungen in Düsseldorf. Das Projekt geht von der Annahme aus, das das Betrachten von Kunst häufig an einen durch die Institutionen vorgegebenen Rahmen gebunden ist. Dadurch empfänden Jugendliche die Betrachterrolle oftmals als unangenehm oder fremd. Eine unsichtbare Grenze scheint zwischen Kulturinstitutionen und jungen potentiellen Kunstbetrachtern zu verlaufen.

Das Projekt wird in der Lore-Lorentz-Schule und im JugendKULTURcafé Franzmann vorgestellt. Ausgehend von vertrauten Medien wie Film oder Musik besuchen die Jugendlichen über einen Zeitraum von neun Monaten regelmäßig Veranstaltungen, die sie als Zuschauer auf unterschiedliche Weise herausfordern: Theater, Kino, Ausstellung, Konzert. Die gemeinsamen Besuche werden von eigenen praktischen Aktionen und Gesprächen gerahmt. Gleichzeitig werden künstlerische Strategien befragt. Ziel ist es nicht, einen festgelegten Bildungskanon zu vermitteln, sondern das Gefühl der eigenen Mündigkeit in Bezug auf die Wahrnehmung von Kunstprodukten zu entwickeln. Begleitend dazu wird nach Situationen des Zuschauens und besonderen Momenten der Wahrnehmung im Alltag gefragt.

Theater Mummpitz: Einer für Alle, alle für einen

  • Projektort: Nürnberg
  • Bündnispartner 1: Hort Grünewaldstraße 18
  • Bündnispartner 2: „Orte für Kinder“
  • Zielgruppe: 30 Kinder von 6 bis 10 Jahren
  • Projektformate: Besuch und Gegenbesuch
  • Zeitraum: 1.2. bis 31.7.2016

In Zusammenarbeit des Theater Mummpitz mit dem Kinderhort Grünewaldstraße 18 und „Orte für Kinder“ wurde im Laufe des Projekthalbjahres zur Erzählung "Die drei Musketiere" erfunden, gespielt, geprobt, gefilmt, gemalt und gebaut. Anschließend wurden die Arbeitsergebnisse sowohl im Kinderhort als auch im Theater Mummpitz präsentiert.

Format Besuch: 19 Einheiten. 30 Kinder.


Ausgehend von der Geschichte suchen Bühnenbildnerin und Theaterpädagogen gemeinsam mit den Kindern nach Bildern und Situationen zu den Stichworten Kinderrechte, Ungerechtigkeit und Gemeinschaft. In einer Vernissage werden Bilder und Videos der Kinder im Sozialraum präsentiert, flankiert von einer eigens geschaffenen Aufführung des Theater Mummpitz, die Texte und Ideen der Kinder als Grundlage verwendet.

Format Gegenbesuch: 5 Einheiten. 30 Kinder.

Im Theater Mummpitz werden die Arbeitsergebnisse des Formates Besuch auf der großen Bühne präsentiert. Die Kinder lernen zuerst die Gegebenheiten eines Theaters kennen. Was heißt es, auf einer großen Bühne zu stehen? Was macht das Lampenfieber mit einem? Wie funktionieren Licht und Ton und was machen sie mit den von den Kindern entwickelten Szenen? Wie müssen die im Hort geprobten Szenen für die große Bühne umgearbeitet werden? Die Kinder zeigen ihre Vorstellung.

„Einer für Alle, alle für einen“ ist die dritte Zusammenarbeit der Bündnispartner.

Oldenburgisches Staatstheater: SPIEL.RÄUME - Heimat ist Woanders

  • Projektort: Oldenburg
  • Bündnispartner 1: Freizeitstätte Oldenburg
  • Bündnispartner 2: Oberschule Oldenburg
  • Bündnispartner 3: Edith-Russ-Haus für Medienkunst
  • Zielgruppe: Kinder von 11 bis 13 Jahren
  • Projektformat: Besuch
  • Zeitraum: Januar bis Juni 2016

Im Projekt „SPIEL.RÄUME – Heimat ist Woanders“ treffen sich einmal wöchentlich Kinder zwischen elf und dreizehn Jahren in der Freizeitstätte Osternburg und proben gemeinsam an einem Theater-Film-Projekt. Geleitet wird die Gruppe im Team von einer Theaterpädagogin, einem Künstler und einem Kunstpädagogen. Die TeilnehmerInnen des Projektes kommen aus verschiedenen Schulen des Stadtteiles Osternburg.

Was passiert, wenn ein Kind nach "Woanders" geschickt wird? Wo geht die Reise hin? Welche Begegnungen finden statt? Nach Motiven des Theaterstückes "Als mein Vater ein Busch wurde" schreiben die TeilnehmerInnen Geschichten, überlegen sich Szenen, bauen Miniaturlandschaften, entwickeln Fantasiesprachen, produzieren Trickfilmsequenzen und schneiden dies alles zu einem Film zusammen. Die TeilnehmerInnen besuchen das Theaterstück am Oldenburgischen Staatstheater und präsentieren ihren Film im Edith-Russ-Haus.

Theater Bremen: SAVE THE WAY

  • Projektort: Bremen
  • Bündnispartner 1: Schulzentrum Walle 
  • Bündnispartner 2: Jugendzentrum „Die Buchte“
  • Zielgruppe: Jugendliche von 14 bis 17 Jahren
  • Projektformate: Besuch
  • Zeitraum: Januar bis April 2016

Das Projekt SAVE THE WAY, initiiert vom Theater Bremen, dem Schulzentrum Walle  und dem Jugendzentrum „Die Buchte“ bringt deutsche und geflüchtete Jugendliche im Theater Bremen oder in der Stencil-Werkstatt des Jugendzentrums zusammen.

Von  Januar bis April 2016 treffen sich die Jugendlichen zwischen 14 und 17 Jahren wöchentlich, um einerseits die Proben der Moks Inszenierung OUT OF CONTROL zu besuchen und sich andererseits in der Stencilwerkstatt  bzw. auf den Bürgersteigen und Betonwänden der Straßen Bremens, dem Gesehenen künstlerisch zu widmen.

Im Schablonenbau mit den Künstlern Felix Dressen und Steffen Fietz finden die Jugendlichen einen eigenen Ausdruck für die Inhalte der Produktion. Dabei erforschen sie so wie das Produktionsteam, was es bedeutet in einer Welt zu leben, in der der Alltag geprägt ist von digitalen Displays, Facebook und WhatsApp. Auf den Wegen von ihrem Zuhause bis ins Theater Bremen werden die Kunstwerke schließlich zur Premiere von OUT OF CONTROL zu finden sein. Den Abschluss wird eine Fotoausstellung im Moks bilden.  

Theater der Jungen Welt: Psst. Hä? Splitter!

  • Projektort: Leipzig
  • Bündnispartner 1: Kinderbüro Leipzig
  • Bündnispartner 2: Ev.-luth. Nathanielkirchgemeinde
  • Zielgruppe: Kinder und Jugendliche von 4 bis 18 Jahren
  • Projektformate: Besuch und Scouts
  • Zeitraum: 01.01.2016 - 31.12.2016

 

Im Projekt „Psst. Hä? Splitter!“ erforschen Kinder und Jugendliche die Barrieren, die sie von der Teilhabe am Theater, an Kunst und Kultur - kurz: von der Teilhabe am Schönen - abhalten. Die Gruppe besteht aus sowohl geflüchteten Kindern, die z.T. noch in den Leipziger Gemeinschaftsunterkünften leben, als auch aus Kindern aus dem Stadtteil Leipzig-Lindenau, in dessen Herz sich das Theater der Jungen Welt befindet. Weitere Partner im Bündnis sind die ev.-luth. Nathanaelkirchgemeinde in der Nähe des Theaterhauses, das Leipziger Kinderbüro, das sich besonders für die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention einsetzt und  Blühende Landschaften, ein Leipziger Büro für die Entwicklung von interdisziplinären Projekten jenseits des klassischen Soziokulturbegriffs.

Im Programmteil „Besuch“ unternehmen die Kinder ( zwischen vier und achtzehn Jahren) performative Walks im Stadtteil und begeben sich als „Schönfinder“ auf die Suche. Anschließend treffen sie mit aktiven Kindergruppen aus Sport oder Kultur zusammen und nehmen gemeinsam an Workshops im und um das Theater teil. Hier wird praktisch ausprobiert auf welchen Wegen man ins Theater kommen kann: Braucht man vielleicht ein Kletterseil und Steilwandhaken? Oder muss man sich als Pizzabote hineinschmuggeln? Und weshalb nochmal wollen wir überhaupt da rein?

Im zweiten Programmteil „Scouts“ werden die Kinder der Gruppe als Gastgeber für u.a. das Deutsche Kinder-Theater-Fest 2016 und andere Vorstellungen im Theater der Jungen Welt auftreten.

Theater Mummpitz : Konferenz der Kinder - ein Forschungsprojekt

  • Projektort: Nürnberg
  • Bündnispartner 1: AWO Nürnberg/Beratung - Begleitung
  • Bündnispartner 2: Club 402
  • Bündnispartner 3: Kunstkulturquartier der Stadt Nürnberg
  • Zielgruppe: Kinder und Jugendliche zwischen acht und 15 Jahren
  • Projektformate: Besuch und Gegenbesuch
  • Zeitraum: 7.1. bis 29.2.2016

Ausgangspunkt der Arbeit war ein Fragebuch, das vom Papiertheaterkünstler Johannes Volkmann erarbeitet wurde.

Die drei Projektpartner, das Theater Mummpitz als Antragsteller, die AWO Nürnberg/Beratung - Begleitung, Club 402 sowie das Kunstkulturquartier der Stadt Nürnberg arbeiteten in zwei Spuren mit Kindern und Jugendlichen zwischen acht und 15 Jahren zu Geschichten, Episoden und Gedanken zum Thema „zu Hause sein“.

Im Format Besuch wurden Kinder und Jugendliche aus einem Flüchtlingswohnheim und einem Nürnberger Hort besucht. Gemeinsam mit einer Theaterpädagogin, einem bildenden Künstler, einer Audiokünstlerin und einer Schauspielerin wurden Gedanken und Geschichten gesucht und u.a. in Form von Interviews festgehalten. Für die gefundenen Geschichten wurden dann im Gegenbesuch individuelle Erzählräume geschaffen, in denen die beteiligten Kinder und Jugendlichen im Rahmen des Festivals panoptikum ihre Geschichten einem ausgewählten Publikum präsentierten.

Eine zweite Gruppe von Kindern und Jugendlichen erarbeitete anhand des Fragebuchs sowohl im öffentlichem Raum als auch im Kunstkulturquartier der Stadt Nürnberg gemeinsam mit einem Medienkünstler, einer Tanzpädagogin und einem Papiertheaterkünstler eine öffentliche „Abschlusskonferenz der Kinder“, die ebenfalls im Rahmen des Festivals präsentiert wurde.

Alle entstandenen Bücher wurden im Foyer des Theater Mummpitz in einer kleinen selbst gestalteten Bibliothek ausgestellt.

KulturRegion FrankfurtRheinMain: „Starke Stücke“ Theaterscouts 2

  • Projektort: Frankfurt am Main, Bad Homburg v.d.H.
  • Bündnispartner 1: IGS Herder
  • Bündnispartner 2: Jugendkulturtreff E-Werk
  • Zielgruppe: Kinder und Jugendliche von 9 bis 16 Jahre
  • Projektformat: Scouts
  • Zeitraum: September 2015 bis Juni 2016

20 bis 25 Kinder und Jugendliche aus Frankfurt und Bad Homburg beteiligen sich beim 22. "Starke Stücke" - Festival im März 2016 als „Starke Stücke“-Experten. In drei Gruppen bereiten sie sich seit September/Oktober 2015 intensiv auf das Festival vor. Sie erforschen Theater in seinen vielfältigen Facetten und widmen sich gemeinsam der Frage: Was ist ein „starkes Theaterstück“? Die drei Gruppen arbeiten parallel zueinander und werden sich immer wieder bei gemeinsamen Workshops, Theaterbesuchen, Inszenierungsgesprächen und anderen Gelegenheiten begegnen und austauschen.

Für ihren 3-tägigen Aufenthalt beim Festival überlegen sie sich besondere Aktionen, mit denen sie sich aktiv ins Festivalgeschehen einbringen: Sie besuchen mehrere Vorstellungen, moderieren ein Inszenierungsgespräch, interviewen die anderen Zuschauer und vieles mehr. Als Kinderexperten werfen sie einen besonderen Blick auf die „Starken Stücke“ – aus der Sicht von zehn- bis 14-jährigen Experten.

Im Anschluss werden die Kinder auch in die Auswertung und Reflexion des Festivals, sowie zum Teil in die Programmplanung für das kommende Jahr eingebunden.

FFT Düsseldorf: Soapboxing – Gegenbesuch

  • Projektort: Düsseldorf
  • Bündnispartner 1: V24 (Kinder- und Jugend-Freizeiteinrichtung)
  • Bündnispartner 2: Terno Drom e.V.
  • Zielgruppe: Jugendliche zwischen 11 und 18 Jahren
  • Projektformate: Gegenbesuch
  • Zeitraum: 01.01.2016 bis 31.12.2016

Im Format Besuch wurde Jugendlichen von 11 bis 18 Jahren der Jugendfreizeiteinrichtung V24 die Möglichkeit gegeben, eine Erzählbühne zu bespielen. Unter der künstlerischen Leitung des Regisseurs Ingo Toben sollte die Tradition improvisierten Erzählens neu belebt werden und die unterschiedlichen Lebenswege und -hintergründe dabei spielerisch erkundet werden. Im Fokus stand die niedrigschwellige künstlerische Beteiligung der Jugendlichen.

Durch eine wöchentlich zweistündig stattfindende öffentliche Erzählbühne, bestehend aus Mikrofon und Stativ, mitten im zentralen Aufenthaltsraum der V24, wird ein Ort für Austausch und Präsentation geschaffen. Die Jugendlichen können neugierig und unverbindlich das Angebot nutzen, die Zuhörer können die Gedanken und Geschichten der anderen mitverfolgen. Dabei werden die Jugendlichen explizit nicht durch verbale Einladungen animiert, sondern durch die Anwesenheit des Mikrofons neugierig gemacht. Über alltägliche Gespräche, Raps, Songs, Witze etc. wird nach und nach ein Dialog zwischen den Jugendlichen und dem Künstler aufgebaut.

Seit Januar 2016 findet SOAPBOXING – Gegenbesuch statt. Hier laden Ingo Toben und FFT diejenigen Jugendlichen, die in der Phase Besuch ein kontinuierliches Interesse an der Zusammenarbeit gezeigt haben, ein, im Theater eine Aufführung auf der Basis von improvisiertem öffentlichem Erzählen zu erarbeiten. Der Gegenbesuch beginnt zunächst mit dem Umzug der SOAPBOXING Bühne ins Theater.

KulturRegion Frankfurt RheinMain: Starkes Theater für starke Kinder 2

  • Projektort: Frankfurt am Main
  • Bündnispartner 1: Kommunales Jugendbildungswerk Frankfurt
  • Bündnispartner 2: Kinderhaus Nied
  • Bündnispartner 3: Kinderhaus der Ev. Paul-Gerhard-Gemeinde Niederrad
  • Bündnispartner 4: RaUm, Einrichtung für Kinder und Teenies in der Ev. Cyriakusgemeinde Rödelheim
  • Format: Besuch
  • Zielgruppe: Kinder von 7 bis 12 Jahren
  • Zeitraum: Februar 2016 bis Mai 2016

Etwa 50 Kinder aus den Frankfurter Stadtteilen Rödelheim, Nied und Niederrad erleben in diesem Festivalprojekt Theater als Zuschauer und als Akteure. Von Februar bis April besuchen die Kinder zwischen sieben und zwölf Jahren eine Theatervorstellung beim „Starke Stücke“ - Festival und spielen an mehreren Nachmittagen selbst Theater. Begleitet werden sie von Theaterpädagog_innen aus dem „Starke Stücke“-Team. Alle Gruppen schauen das Stück „Abole“ vom Théâtre du Chocolat aus Kamerun.

In den Osterferien wird eine Woche lang gemeinsam gearbeitet. Die Gruppen erarbeiten eine gemeinsame Präsentation, die an die gesehene Aufführung anknüpft und in der eigene Ideen und Erfahrungen der Kinder sichtbar werden. Am Ende der Projektwoche steht ein gemeinsames Theaterfest aller drei Gruppen im Theaterhaus Frankfurt, bei dem die Gruppen ihre Lieblingsmomente teilen können und zum krönenden Abschluss zusammen das Stück „Das große Buch“ schauen.

Theater Bremen: Das sind wir!

  • Projektort: Bremen
  • Bündnispartner 1: Bürgerhaus Obervieland
  • Bündnispartner 2: Grundschule Alfred-Faust-Straße
  • Zielgruppe: Kinder von 7 bis 12 Jahren
  • Formate: Besuch und Scouts
  • Zeitraum: Januar bis Juni 2016

Ausgehend von der Inszenierung "Traurig und fröhlich ist das Giraffenleben" am Moks/Theater Bremen machen sich die Kinder auf die Suche nach dem, was im Leben wichtig ist. Wie in einem "Discovery Chanell" entdecken sie ihr Umfeld. Sie beschäftigen sich mit der Welt der Erwachsenen, mit der Welt der Arbeit, der Wirtschaft und des Geldes und immer mit den Illusionen, mit denen man auf dem Weg zum Erwachsensein konfrontiert wird.

Die TeilnehmerInnen gehen auf die Straße, führen Interviews, forschen bei Institutionen ihres Stadtteils, suchen Geschichten aus ihrem persönlichen Umkreis und aus der Gesellschaft. Sie improvisieren Spielszenen, schreiben Texte, finden körperliche Bilder für Gefühle, Geschichten und Situationen.

Außerdem machen sich die Teilnehmer als KinderdramaturgInnen auf die Suche nach ihrem Lieblingsspielstoff. Sie überlegen sich, welches Stück sie auf der Bühne sehen wollen und welche Themen verhandelt werden sollen. Dafür kommen sie ins Spiel und ins Gespräch mit der Dramaturgie des Theater Bremen, sie treffen SchauspielerInnen und den Intendanten, machen szenisch eigene Vorschläge und diskutieren so ihren Lieblingsstoff.

Die Theatermacher. Theaterpädagogisches Zentrum Pirna e.V.: Aufbruch und Wandel

  • Projektort: Pirna
  • Bündnispartner 1: Jugendring Sächsische Schweiz - Osterzgebirge
  • Bündnispartner 2: Semperoper – Junge Szene
  • Zielgruppe: Jugendliche von 13 bis 16 Jahren
  • Projektformate: Besuch und Gegenbesuch
  • Zeitraum: 15.01.2016 bis 31.12.2016

Das Projekt "Aufbruch und Wandel" startet mit Workshops im Landkreis Sächsische Schweiz –Osterzgebirge. Die Jugendlichen werden direkt in ihrem Sozialraum angesprochen und können sich bei ersten Übungen des Theaterspiels ausprobieren. Der Arbeitstitel „Aufbruch und Wandel“ bietet den Jugendlichen einen großen Spielraum, eigene Ideen in ein Theaterstück einzubringen. Sie werden dabei von einer Theaterpädagogin und einem Tanzpädagogen unterstützt und können eigene Sichtweisen, Ideen und Meinungen einbringen. Sie lernen, wie man seinen Körper und die Sprache auf der Bühne einsetzen kann. Die Jugendlichen werden Generalproben und Aufführungen der Semperoper Junge Szene besuchen und Gespräche und Begegnungen mit Künstlern (inkl. Regie) und einen Besuch der Theaterwerkstätten erleben. Diese vielfältigen Anregungen können sie in die Erarbeitung ihres eigenen Theaterstückes sowie der eigenen Entwürfe für Kostüme und Bühnenbild einbringen. Am Ende des Projektes führen die Jugendlichen ihr eigenes Theaterstück auf verschiedenen Bühnen in Pirna und Umgebung auf.

Deutsches SchauSpielHaus Hamburg: Scouts backstage

  • Projektort: Hamburg
  • Bündnispartner 1: Stadtteilschule Eidelstedt
  • Bündnispartner 2: ACKERPOOLCO – Haus der Jugend in Eidelstedt
  • Zielgruppe: Jugendliche von 15 bis 18 Jahren
  • Projektformate: Gegenbesuch und Scouts
  • Zeitraum: 15.1.2016 bis 30.6.2016

Mit dem Projekt „Scouts backstage“ soll jungen Menschen der Weg ins Theater geöffnet werden, die wenig bis keinen Kontakt zu kulturellen Angeboten der Stadt Hamburg haben.

Zwei Theaterpädagoginnen betreuen die einmal wöchentlich stattfindenden Treffen der Jugendlichen. Gemeinsam mit den TeilnehmerInnen besuchen wir Aufführungen und Proben im Deutschen SchauSpielHaus und Jungen SchauSpielHaus. Wir sprechen mit SchauspielerInnen und erkunden die verschiedenen Abteilungen wie z.B. Maske, Kostüm, Requisite oder Bühnentechnik. Wir tauschen uns über unsere Erfahrungen aus und lernen von professionellen Coaches, wie man Theaterkritiken schreibt und auf welchen Wegen man diese veröffentlichen kann.

Ziel des Projektes ist es, das Interesse der SchülerInnen als Ausgangspunkt zu nehmen und ihre Theaterbegeisterung zu schüren. Wir laden die jungen Menschen ein, Experten des Theaters zu werden, über ihre Erfahrungen zu berichten und weitere Menschen für Kultur zu begeistern.